alte-neue Techniken

der Stahlbeton-Schiffsbau ist mit der Triebfeder des Stahlmangels geboren worden.  Die drei folgenden Bilder zeigen wie wenig Bewehrung in früheren Schiffen eingesetzt wurde. Das hier kein Verbund vorhanden ist, läßt sich am besten mit dem Vergleich einer alten Windschutzscheibe zu einer neuen Verbundglasscheibe begreifen.
keine Streckbleche oder wire mesh verwendet

Bei der Methode von innen gegen eine Schalung zu mörteln oder zu betonieren waren Abstandshalter gefordert.
Im Bild rechts kann man in der Vergrößerung sehr schön die flachen Flußkiesel sehen, die hierfür ihre Verwendung fanden.
Die Nachteile dieser Praktik dürfte mehrfacher Natur sein.
Beim Belaufen der Bewährung das Verrutschen in die freien Amierungs-Quadrate.
Kapilare Trennungsflächen zwischen Kiesel und Betonrumpf,  -  die später das vordringen von Salzionen bis an die Amierung zulassen.
Und nicht zuletzt das spätere Herausfallen eines Kiesels aus dem Verband.


Eine weitere Methode mit vorgefertigten Elementen zu arbeiten wurde als sogenanntes Ritchie Unit Systen von Ritchie & Black pattentiert. Doch auch diese Bauweise hat ihren Einsatz in nur wenigen Schiffen gefunden.  Der Vorteil dieser Technik lag im geringen Schalungs-Aufwand. Die Elementen konnten pre-fabrikatet werden. Die Schalungen hielt für viele Elemente und es konnten damit einen Reihe von standarttisierten Schiffstypen in Serie gebaut werden. Trotzdem war bei dieser technischen Erneuerung keinen ideale Homogenität des Rumpfes zu erreichen. Die Bewehrung recht spärlich, und Impacts wie Kollisionen konnten größer Löcher hinterlassen.Die beiden folgende Bilder zeigen sehr schön zwei verschiedene  Techniken.

 

How to Construct a 900-ton vessel in Concrete
Dyckerhoff & Widmann AG Schalenbauweise

Die Ferrocement-Bauweise

Die ersten FC Yachten wurden auf verzinktem (Wasser)-Rohr-Rahmen aufgebaut. Diese Konstruktion hat den Nachteil, dass das Rohr von innen rostet, und nach Jahren die gesamte Struktur Schwachstellen bekommt. Beim Scheißen können zusätzlich Löcher entstehen, in denen Feuchtigkeit eindringt, die mit Sauerstoff über Jahre ihren Beitrag leisten. Verzinktes Rohr oder auch Gewebe wird von Zement (Sulfat) angefressen und bildet dabei Gase.  Zink reagiert bei Kontakt mit alkalischem Mörtel über eine begrenzte Zeit stark korrodierend und der dabei entstehende Wasserstoff führt zu wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion.
Daher möglichst nur einfachen Baustahl verwenden. Dieser sollte bereits leichten Rostansatz zeigen, da damit die Einbindung wesentlich besser ist. Öl und Fette schaffen eine Trennschicht zum Mörtel. VA Stahl als Armierung ist völlig außer Betracht zu lassen.
Die Bespannung des Armierungsgerüst mit Hex Wire Netting (bekannt als Kückendraht), Streckblech und/oder Maschendraht ( Rabitz-Gitter) in mehren Lagen gibt dem Rumpf einen hervorragenden Verband. Impacts und Kollisionen schlagen keine Stücke mehr aus der Bordwand, sonder verursachen einen Spinnennetz-artigen Eindruck ähnlich wie bei einer Verbund-Glasscheibe.
Leider hat  Kückendraht kein nennens-wertes E-Module – sprich Zugfestigkeit -, und trägt somit nicht zur Übertragung von Zugkräften im Mörtel bei. Ein E-Modul mit brauchbaren Eigenschaften finden wir erst bei Streckblech Matten.
   
Hier sind Zugfestigkeiten von 270 N/mm² und MEHR pro Lage ein gutes Zusatz-Argument.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein Aufbau der Armierung mit “welded wire mesh” welches sich bei einigen Schiffen ebenfalls sehr gut bewiesen hat.